36. Woche

Marianne von Werefkin, russische Malerin und Mäzenin
*10. September 1860 Tula, Russland; † 6. Februar 1938 Ascona, Schweiz
Biografie: Als Tochter wohlhabender Eltern wurde Marianne von Werefkin frühzeitig im Zeichnen geschult, 1883 studierte sie an der Kunstakademie in Moskau und 1889 erhielt sie Unterricht bei Ilja Repin in Sankt Petersburg. 1896 zog sie zusammen mit dem Künstler Alexej von Jawlensky nach München, für dessen künstlerische Ausbildung sie ihre eigene hintanstellte. In München gründete Werefkin die Künstlervereinigung Sankt Lukas, wo sich die Münchener Avantgarde traf. 1906 begann sie nach zahlreichen Frankreichreisen wieder zu malen: starke, kontrastreiche Farben, flächige Farbzonen, aber auch Ton in Ton, von der Kunst van Goghs, Gauguins und Munchs inspiriert und diese zitierend. Sie initiierte die Gründung der Neuen Künstlervereinigung München mit Jawlensky, Kandisky und Münter und beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges emigrierte sie zusammen mit Jawlensky nach St. Prex am Genfer See und zog später von Zürich nach Ascona, wo sie, von Jawlensky verlassen, ihre letzten 20 Jahre verlebte. Bis in die späten 1970er Jahre war die Aufmerksamkeit, die Marianne von Werefkin öffentlich zugestanden wurde, unmittelbar mit dem Werk Jawlenskys verknüpft. Doch alle ihre Gemälde bestechen durch ihren wunderbaren und meisterhaften Umgang mit Farbe und verdienen große Aufmerksamkeit.
Foto: Marianne v. Werefkin in ihrem Atelier, um 1893; Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
aus: Künstlerinnen 2010 mehr >>
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